Positionsmeldung

Pazifik

  • 39° 40' 12,30'' S, 73° 20' 56,64'' W

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    Wir fahren der Sonne entgegen, also nach Norden, noch ein wenig in Chile herumgondeln, bevor wir uns auf den langen Rückweg nach Montevideo machen. Noch einmal zum Pazifik, mit Zwischenstation in Valdivia. Eigentlich brauchen wir immer drei Tage in einer Stadt — einen zum Ankommen, einen zum Erkunden und den dritten zum Genießen, doch dieses Mal haben wir nur den Abend am Fluss, denn ein Sonnentag mit Hochsommertemperaturen lockt uns ans Meer. Über die Küstenstraße, an kleinen Orten vorbei und eine steile fünf Kilometer lange Ripiopiste hinunter gelangen wir in eine Bucht, mit dunklem Sand, wo wir direkt am Strand auf einem der Grasflecken stehen.

     

    Einen Tag lang ist es wirklich noch einmal Sommer, sogar der Wind ist warm und willkommen. Eine Badebucht ist Pilolcura dennoch nicht, zu stark sind Strömungen und Wellen, selbst die Surfer haben Mühe; kaum eine Sekunde stehen sie mal auf dem Brett, bevor die Welle bricht. Ansonsten gibt es nur den Flug der verschiedenen Vögel zu beobachten oder den Besitzer der kleinen Lodge, der die leeren Terrassen fegt. Die öffentlichen Toiletten umgibt ein Absperrgitter, nur ein Schild weist noch daraufhin, dass die starke Sonneneinstrahlung Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Wie auf Chiloe laufen auch hier wieder Kühe über den Strand und fressen die frisch an Land geschwemmten rötlichen Algen. Der Mann taucht in die Fluten und ich schaue aufs Meer. 

  • 37° 28' 2'' S, 175° 59' 13'' E

     

    website blog 119

    Ruhig ist der Pazifik nie, rollt mit Ebbe und Flut auf die langen, flachen Sandstrände der Bay. Keine Welle gleicht der anderen, nie bricht die folgende an der gleichen Stelle, nie folgen sie einem erkennbaren Rhythmus. Wild und weit ist das Meer, vielfarben das Blau, goldschimmernd der Sand, auf dem bleiches Holz liegt.

    Die Bay of Plenty ist ein mit Schönheit reich beschenkter Flecken Erde, in Reiseführern wird ihr oft nur geringer Platz eingeräumt als Feriengebiet mit besagten langen Stränden und Hainen, in denen Obst im Überfluss wächst. Doch wie so häufig auf unserer Reise sind es gerade die kleinen Überraschungen, die uns staunen lassen.

    website blog 118Ein einsamer Strand am Ende der Straße, ein Dünenmeer, so weit das Auge reicht, liebevoll gestaltete Waschräume und Gemeinschaftsküchen, heiße Thermalbecken nach langer Fahrt mit der scheppernden Blechkiste. Sonnige Herbsttage mit milden, klaren Nächten. Begegnungen: Australier, die sich ebenso wie wir begeistert sind, dass nach kaum einer Stunde Fahrt eine völlig neue Landschaft auftaucht, Dänen, die Wein und Kultur genießen, junge Tschechen auf Work & Travel Tour (und noch viele mehr) und immer wieder Neuseeländer, die sich freuen, dass uns ihr Land so gut gefällt.

    Ruhig werden wir in der Bay of Plenty, so viel haben wir gesehen, bleiben länger an einem Ort — auf einem Campingplatz zwischen Dünen oder auf einem Hügel am Ende einer Landzunge mit Blick auf zwei Buchten —, schwimmen und schauen, schweigen am Meer.

  • 39° 25' 57'' S, 176° 52' 25'' E

     

     

    website blog 108On the road again …

    Entgegen allen Plänen haben wir den Aufenthalt in Wellington aufs Doppelte verlängert, haben die Stadt und die Annehmlichkeiten einer festen Behausung genossen und beginnen unsere Fahrt über die Nordinsel mit einer Schleife an die Westküste. Unser Ziel ist Te Horo Beach, denn dort lebt Fiona.

    Fiona ist Flinchlock® Release Therapeutin, eine neuseeländische Form der Behandlung erstarrter Strukturen im Knochengerüst, und kennengelernt haben wir sie auf dem Underground Market in Wellington, wo man samstags nicht nur alle möglichen Dinge kaufen kann, sondern auch Massagen und virtuelle Realität ausprobieren kann. Da Stadtspaziergänge Gift für den Rücken des Gatten sind, war die Gelegenheit günstig, und der Erfolg führt uns nun an die Strände der Kapiti Bay.

    Am Abend machen wir zum ersten Mal die Bekanntschaft eines privaten Sicherheitsdienstes, denn am wunderschönen Strand von Te Horo ist Freedom Camping verboten. Falls wir aber Alkohol getrunken hätten, könnten wir bis zum Morgen bleiben. Haben wir und können so in Ruhe den Sonnenuntergang am mit Holzstücken übersäten Strand betrachten.

    website blog 109Mehr Leute, mehr Regeln und mehr Verkehr gibt es auf der Nordinsel, mehr Sonne soll es auch geben. In vier Tagen beginnt der Herbst, also schnell quer über die Insel zu den Pazifikstränden und, wie sich auf dem Weg herausstellt, zu dichten Wolken und Regentropfen. Nach einer weiteren Nacht auf einem, diesmal offiziellen, Platz zum freien Campen ist der nächste Stop eine Dumping-Station — zwei Tage sind echt das Maximum für Schmutzwassertank und Toilette. Öffentliche Entsorgungstellen gibt es genügend, doch die nächste ist voll und deshalb gesperrt, weshalb wir noch ein Stück weiter nach Norden fahren und zu Mittag auf einem Campingplatz am Meer stehen, etwas erhöht über dem schwarzen Strand, auf den die Wellen donnern. Ein paar Stunden später zeigen sich blaue Flecken am Himmel, wärmen uns Sonnenstrahlen, werden die Wellen zahmer. Der Strand gehört uns allein, das Meer ist wunderbar … und es gibt keine Sandfliegen, na ja fast keine.

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