Positionsmeldung

TheParty

  • 52°31'22''N,13°23'18''E

     

     

    website blog 239Gründe für die Berlinale:
    Filme (offensichtlich), Entdeckungen (manchmal), Begeisterung (immer)

    Noch einmal 4 von 400 — von bitterböse bis herzlich:

    1. Wilde Maus (Josef Hader)

    Haders Musikkritiker ist kein netter Mensch, sein Blick auf die Welt, die Musik, seine Beziehung ist eher negativ und fatalistisch. Die Kündigung durch seinen deutschen Chef führt zu einem absurden Rachefeldzug. Das lebt von Übertreibungen, von Dialogen und Taten, die immer ein bisschen schräger und gemeiner sind, als man sich normalerweise traut. Und es macht Spaß, dabei zuzusehen, beim vergeblichen Anrennen  — auch buchstäblich — gegen die Absurdität des Lebens.

    2. The Party (Sally Potter)

    Es wird keine Feier geben in dem kürzesten Film im Wettbewerb. Stattdessen ein Feuerwerk an Dialogen, die alle Lügen und Schwächen offenlegen. Eine schwarzweiße Welt in Wohnzimmer, Küche, Bad und einem kleinen Hinterhof. Statt die Ernennung der Gastgeberin zur Gesundheitsministerin zu feiern, wird abgerechnet. Auf jeden Satz folgt eine Replik, die alles nur noch schlimmer macht. Ein bissiges, sehr unterhaltsames Bild des liberalen Bürgertums mit einem hervorragenden Schauspielerensemble.