TOP

website home 3

 

 

Willkommen

Positionsmeldung erzählt von Reisen. Manche führen aufs Meer, manche nur ein paar Schritte vor die Haustür, manche ereignen sich auf Papier, auf Bühne und Leinwand oder virtuell.

Ich freue mich über Begleitung.

 

von 58° 59’ 51’’ N, 22° 45’ 14’’ E nach 59° 19’ 55’’ N, 18° 5’ 17’’ E

 

 

website blog 255Hiiumaa ist die zweitgrößte Insel Estlands und liegt für uns zwischen zwei Fähren. Eine Stunde dauert die Überfahrt von Saaremaa und sogar noch etwas länger ist die Fahrt wieder zurück zum Festland. In der Zeit zwischen den Fahrten lernen wir die Insel kennen. Hier ist es weniger wild, wenn man von der stechenden Fauna einmal absieht. Kaum hat der furchtlose Mann den Wagen auf der Wiese am Strand geparkt, stürzt sich eine dunkle Wolke auf das weiße Gefährt, was den Charme des weitläufigen und hübsch angelegten Campingplatzes doch sehr mindert. Aber es gibt ja Häfen.

Dorthin treibt uns auch die Sehnsucht. In Kärdla stehen wir in der neuen Marina. Das Hafenrestaurant betreibt eine junge Crew, die Gastronomie Estlands scheint in den Händen junger Leute zu liegen, die innovativ und köstlich kochen.

Auf dem Festland wird gefeiert, im August begeht Haapsalu das Fest der weißen Dame; an den Ständen gibt es süßes und Eingelegtes, Getöpfertes und Gedrehtes, und fein gestrickte Spitzen in Pastellfarben. Vor der Burg spielt Musik und es wird getanzt, sogar mit einer Kurzeinführung in Boogie, auf estnisch, und dann legen alle los. Wir müssen leider schon weiter, nach Tallinn zur Fähre nach Stockholm.

Weiterlesen: Hiiumaa — Haapsalu —Stockholm

58° 29’ 58’’ N, 21° 54’ 53’’ E

 

website blog 252Das Ziel unserer baltischen Reise rückt näher. Auf einem netten Campingplatz zu übernachten ist schön, nah an einem See oder dem Meer ist es noch schöner, aber am schönsten ist es ganz allein mitten in der Natur — „wild” auf Saaremaa, der größten Insel Estlands.

Natürlich gibt es dort inzwischen auch Hotelanlagen mit Spa-Bereichen, gute Restaurants (wir essen im Kurhaus, das auch wirklich so heißt) und Geschäfte, in denen man vor allem auf Saaremaa hergestellte Waren erwerben kann, Bio-Seifen und -Cremes, Wollkleidung, Bier — ja, die Insel hat auch eine kleine Brauerei — und alles, was an Konfitüren und Gelees, Saucen und Senf, sowie anderen Köstlichkeiten herzustellen ist. Das ist der Süden der Insel mit der Hauptstadt Kuressaare an der Rigaer Bucht.

Der Norden ist wild geblieben. Vogelschutzgebiete und Kliffs säumen die Küste am offenen Meer. Der Wald weicht zurück, die Straße wird zur Sandpiste und am Rand tauchen die kleinen Holzpfeile des RNK auf, mit denen Stellen bezeichnet werden, wo man picknicken und auch übernachten kann. Es gibt Bänke und Tische, meist sogar überdacht, einen Holzofen und Holz, Mülleimer und Trockenklo. und vor allem gibt es Platz. Der furchtlose Mann fährt in den kleinen Weg, über Wurzeln hinweg und unter Kiefernästen hindurch, bis wir auf Kieseln direkt am Wasser in einer der vielen Buchten stehen. Idyllisch bis zum nächsten Mittag, denn mit der warmen Sonne kommt auch allerlei stechendes Getier.

Weiterlesen: Wildes Saaremaa

57° 29’ 26’’ N, 24° 22’ 23’’ E

  

website blog 250

Das Meer rauscht, aber noch mehr rauscht der Wind. rüttelt am Wagen, dass Wände und Bett wackeln, bläst in die Bäume, dass die Blätter knistern wie feiner Regen. 

Das Meer in der Riggter Bucht begrüßt uns stürmisch, Wolken jagen vorbei, Wetterfronten ziehen auf, Wellen türmen sich. Der furchtlose Mann lässt sich davon nicht abschrecken — einmal am Tag muss er ins kühle Nass, und es sind nur ein paar Schritte hinunter zum Strand.

Ein junges Team betreut den Campingplatz, Zelte haben Priorität und mit ihnen die jungen lettischen Familien, die Regen und Sturm ebenfalls nicht schrecken. Für Kinder ist es fantastisch, ein weites Feld zum rennen und fahrradfahren, ein Spielplatz und das Meer zum in den Wellen hüpfen, danach ein Eis in der Bar. Dort gibt es neben Latte macchiato und Burgern auch kalte Rote-Beete-Suppe und warme Blutwurst mit Preiselbeergelee und Sauerrahm.

Wir lassen uns durchpusten und machen lange Spaziergänge am Strand.

Weiterlesen: Meeresrauschen in Tuja

56° 17’ 43’’ N, 25° 58’ 46’’ E

 

 

website blog 248Von der kleinen Fähre führt eine Sandpiste nach Zasa. Rechts und links Felder im Nirgendwo. Der Ort ist klein, aber aufgeräumt. Doch wo ist die Mühle? Am See. Wir finden ein Internat, eine Schule und dann doch die Mühle mit dem kleinen blauen Campingschild, das in einen liebevoll angelegten Garten vor dem ruhigen See führt, in dem sich Bäume und Wolken spiegeln.

Wieder werden wir auf Deutsch empfangen. Der Besitzer Hardy ist gerade da mit seinem Neffen. Wir sind die einzigen Campinggäste, dürfen uns vor die Terrasse zwischen den Weiden an den See stellen und werden auch gleich am Abend zum Grillen eingeladen. In der Mühle sind Fechter aus Thüringen untergekommen, denn im kleinen Zasa ist ein Jugendfechtertreffen.

Zu Thüringer Bratwürsten, lettischem Bier und Wodka wird erzählt: Zuletzt gemahlen in der Mühle wurde Ende der 1980er Jahre. 2005 hat Hardy das verfallene Gebäude gekauft und Stück für Stück renoviert. Das Dach gedeckt, Fenster und Türen eingesetzt, Stahlträger abgeschmirgelt, Mauerwerk ersetzt … 

Weiterlesen: Mühlenglück

Seite 7 von 35